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Der Eichenprozessionsspinner

Raupen Eichenprozessionsspinner

Die auffälligen und gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners breiten sich aufgrund milder Winter und durch spät einsetzende, aber durchgängig warme Phasen im Sommer immer weiter aus. Im adulten Stadium sind die Tiere als Nachtfalter zunächst noch recht unscheinbar und harmlos unterwegs, doch haben es ihre Raupen ganz schön in sich. Sie haben einen äußerst wirksamen Schutz vor Fressfeinden entwickelt und es ist angeraten, bei Sichtkontakt unbedingt Abstand zu halten!

Wie der Name schon verrät, ist der natürliche Lebensraum des Eichenprozessionsspinners die Eiche, seine Raupen befallen den Baum und fressen ihn regelrecht kahl. Ihre Brennhärchen machen Mensch und Tier Probleme.
Für Vögel oder Marder ist diese Raupe keine Delikatesse, einzig der Kuckuck verspeist die behaarten Raupen ungeachtet ihrer Brennhaare. Diese machen ihm tatsächlich nichts aus, da er in der Lage ist, seine Magenschleimhaut mit den darin enthaltenen Brennhaaren einfach herauszuwürgen.
Bei Menschen und Haustieren jedoch können die Brennhaare der Raupe zu schweren Ausschlägen mit Verbrennungen 3. Grades (und Atemnot) führen.

Haarige Angelegenheit

Eigentlich sind Eichenprozessionsspinner ziemlich unscheinbare Nachtfalter, ihre Flügel sind 2,5 cm lang; das vordere Flügelpaar ist grau mit dunklen und feinen Querlinien. Die Hinterflügel sind weißgrau – eigentlich nichts Spektakuläres. Das Weibchen der unscheinbaren Nachtfalter legt ihre ca. 150 Eier – überwiegend in Eichenkronen; wenn in der Herbstzeit die Entwicklung der Falter beginnt, überwintern die kleinen Jungraupen anschließend in ihren Eiern, in einer Art Zuckerwasser.

Im Frühjahr schließlich geht es los – zu Ende April, Anfang Mai schlüpfen die Raupen und durchlaufen in den drei bis vier Monaten bis zu ihrer Verpuppung fünf bis sechs verschiedene Larvenstadien. Im dritten Stadium entwickeln sie die für Mensch und Tier so gefährlichen Brennhaare, deren Giftstoff die Raupen hervorragend vor Vögeln und anderen hungrigen Gesellen schützt.

Eine einzige, voll ausgebildete Raupe verfügt über ca. eine halbe Million giftiger Brennhaare, welche einfach abbrechen und durch den Wind weitergetragen werden. Sehr viele Härchen verbleiben in den Ästen und an den Stämmen der Eichen, in denen die Raupe lebt und sich häutet. Wenn sich die Raupen zu Ende Juni, Anfang Juli verpuppen, sollte man eigentlich meinen, dass der Spuk nun vorbei sei, doch die Härchen bleiben als drohende Gefahr weiterhin vor Ort erhalten.

Kommt man über Haut oder Schleimhäute mit den Brennhärchen in Kontakt, kann das zu Pusteln, Rötungen, Juckreiz und Hautausschlag führen. In seltenen Fällen können die Haare auch zu Augenreizungen, Atembeschwerden oder Atemnot führen – und letztendlich auch zu einem anaphylaktischen Schock. Wer betroffen ist, sollte unverzüglich einen Arzt aufsuchen!

Ein Jahrzehnt aktiv

Die Fresszeit der Raupen stellt eine große Gefahr dar, aber auch die Gespinstnester der Tiere in den Eichen bleiben über einen längeren Zeitraum Gefahrenquelle, denn die Brennhaare können 10 Jahre lang aktiv bleiben!

Die Raupen bauen ihre Gespinstnester an Stämmen und Astgabeln ihres Wirtsbaumes. Ihr Name rührt daher, dass die Tiere zur Nachtzeit prozessionsartig und fein säuberlich in Kolonnen nach oben in die Baumkronen der Eichen wandern, um deren Blätter zu verzehren. In den Morgenstunden ziehen sie auf gleiche Weise in ihre Nester zurück.

Bitte nicht berühren

Entdecken Sie ein Nest, sollten Sie es der örtlichen Gemeinde melden, auf gar keinen Fall dürfen sie es berühren, auch nicht mit Stöcken oder anderen Gegenständen. Zu Hause empfiehlt es sich, unverzüglich die Kleidung zu waschen und die Schuhe wechseln, sich zu duschen und die Haare zu waschen.

Um gegen die Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners vorzugehen, sollte man in jedem Fall ein geschulter und ausgebildeter Baumarbeiter sein. Unser Team verfügt über die entsprechende Kernkompetenz und die richtigen Techniken im Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner. Wir können Ihren Garten und Ihre Liegenschaften wirksam von den Raupen befreien und so dazu beitragen, dass die für die Gesundheit gefährlichen Tiere nicht überhandnehmen.

Die Natur spaßt nicht, sprechen Sie uns bei Fragen zu diesem wichtigen Thema sehr gerne an!

Gefährdet vom Eichenprozessionsspinner sind folgende Personengruppen:

  • Im Freien spielende Kinder durch Berührung (natürliche Neugier, Forscherdrang) von Raupen und deren Gespinstnestern
  • Direkte Anrainer von betroffenen Waldgebiete
  • Erholungssuchende beim „Waldbaden“ oder beim Spaziergang an Waldrändern mit Eichenbestand
  • Baum- und Waldbesitzer von Eichen in Grün- und Gartenanlagen
  • Campingfreunde, Waldurlauber sowie Besucher von Freizeitanlagen (Zeltplätze, Sportanlagen, Waldschwimmbäder und Schwimmbäder, Kinderspielplätze, Parkplätze, etc.)
  • Ankäufer von Brennholz
  • Waldarbeiter und Forstleute in befallenen Waldgebieten
  • Und last but not least unsere Berufsgruppe - Mitarbeiter aus Gartenbau, Landschaftspflegebetrieben sowie Straßenmeistereien

 

Auch Ihre Haustiere sind gefährdet und können schwere Allergien sowie Hautreizungen davontragen. Sollten Sie in Ihrem Garten oder Baumbestand Eichenprozessionsspinner entdecken, so wenden Sie sich vertrauensvoll an unser Team. Wir verfügen über die entsprechenden Methoden und Arbeitsmittel, um Ihren Baumbestand sicher zu schützen, was letztendlich Ihrer Gesundheit zugutekommt. Sehr wichtig ist, hierbei keine Zeit zu verlieren und die Raupen möglichst noch in dem Stadium zu bekämpfen, bevor sie ihre Brennhaare ausbilden!