Sven Krämer Gardenkeeper GmbH

Wir begleiten Sie zuverlässig durch die Gartensaison

Zufriedenheit unserer Kunden

Der Buchsbaumzünsler, kleiner Alptraum in schwarzweiß

Der Buchsbaumzünsler

Buchsbäume erfreuen sich bei Gartenfreunden seit jeher großer Beliebtheit; der Baum ist unkompliziert und pflegeleicht, seine Blätter erscheinen in sattem Grün. Einige Buchsbaumfreunde formen ihn mit der Heckenschere zu fantasievollen Skulpturen.

Ca. 70 verschiedene Buchsbaumarten sind bekannt, im Garten kommt die Pflanze entweder als Baum oder als Hecke zur Geltung.

Langsam wachsende Arten wie „Der Blaue Heinz“ oder “Suffruticosa” werden besonders gerne in Hecken verwendet. Beide Arten sind besonders winterhart, wenngleich auch anfällig für den Pilz Cylindrocladium buxicola, dessen Name seinen natürlichen Wirt schon erkennen lässt.

Einreise als blinder Passagier

Seit einiger Zeit jedoch werden Buchsbäume massiv vom Buchsbaumzünsler befallen, einem kleinen schwarzweißen Schmetterling. Seine Raupe frisst ganze Baumbestände kahl und wird zum Problem vieler Gärten und Wälder Europas.

Der Buchsbaumzünsler ist eigentlich in Ostasien beheimatet (Fernost, China, Japan, Korea, Indien) und kam aller Voraussicht nach als blinder Passagier zuerst nach Deutschland. Als Ursache hierfür vermutet man in China gezüchtete und u.a. in Bau- und Supermärkten verkaufte Low-Cost-Buchsbäume. Der Buchsbaumzünsler ist somit ein Neozoon und trifft hier auf kaum bis keine natürlichen Feinde. Seine Larve schützt sich, indem sie die toxischen Substanzen des Buchsbaumes beim Fressen in ihren eigenen Körper einlagert – und damit bislang eine ziemlich ungenießbare Speise für Vögel wird. Bislang hat man einige Meisen dabei beobachtet, wie sie die Raupen des Buchsbaumzünslers an Ihre Küken verfüttern.

Über viele Jahrhunderte hinweg wurden Buchsbäume erfolgreich in Deutschland gezüchtet und gepflanzt, durch Globalisierung und Öffnung der Märkte kam es letztendlich ungewollt zur Ausbreitung des Schädlings.

Buchsbaum

Bislang wenig natürliche Feinde

In Deutschland hat der Buchsbaumzünsler für seine gefräßigen Raupen einen reichgedeckten Tisch vorgefunden und konnte sich aufgrund des immensen Nahrungsangebots explosionsartig vermehren. In Deutschland wurden auch zuerst seine Raupen entdeckt; erst in Baden-Württemberg, später im Baseler Raum und am Oberrhein. Von dort aus breitete er sich nach Hessen und ins Saarland aus, inzwischen findet man ihn in Österreich, Dänemark, Frankreich und Spanien.

Trauriger Rekord im Jahr 2011: Ein jahrhundertealter wertvoller Buchsbaumwald bei Basel ist durch den Befall des Buchsbaumzünslers komplett abgestorben (in Kooperation mit dem Pilz Cylindrocladium buxicola). Die Schweiz meldet zudem weitere Schäden in großen Teilen des Landes.

Stark gefährdet durch ein weiteres Vordringen des Buchsbaumzünslers sind zurzeit auch die wunderschönen alten Buchsbaumwälder in Südfrankreich. Auch in Deutschland fallen immer mehr Buchsbäume dem kleinen Falter zum Opfer.

Wie bekämpft man den Buchsbaumzünsler?

Gifte sind weniger angeraten, da durch eine Bekämpfung mit Gift auch unsere heimischen Schmetterlinge und Bienen Schaden nehmen. Besonders bei Neonicotinoiden ist Vorsicht geboten.

Haben Sie nur einen oder zwei Buchsbäume, können Sie die grünen und auffälligen Raupen von Hand ablesen. Handschuhe sind empfohlen. Die Raupen sollten Sie besser nicht in den Kompost geben, sondern über den Hausmüll entsorgen.

Bei einem größeren Buchsbaumbestand wird es schon schwieriger, dem Buchsbaumzünsler Herr zu werden. Da die Raupen in Gespinsten überwintern, können Sie Ihren Buchsbaum in der kalten Jahreszeit untersuchen und von Gespinsten befallene Blätter herausschneiden und entfernen.

Kontaktieren Sie uns!

Wenn die aktive Gartensaison im Winter endet, gibt es für uns gardenKeeper immer noch viel zu tun. So können wir beispielsweise im Winter Ihre Baumbestände auf Schädlinge untersuchen und rechtzeitig reagieren sowie Maßnahmen ergreifen, um Ihren wertvollen Baumbestand zu schützen. Hierbei können wir auf natürliche Mittel zurückgreifen, wenn die Schädlinge rechtzeitig erkannt werden.

Zuletzt kann man nur hoffen, dass immer mehr heimische Vogelarten doch noch „auf den Geschmack kommen“ und die Raupe des Buchsbaumzünslers letztendlich auf ihren Speisezettel setzen.

In diesem Sinne – bis zum nächsten Mal, Ihr gardenKeeper-Team